Anstellung

Zulassung

Lehrpersonen unterrichten auf jener Schulstufe die Fächer, für die sie gemäss Lehrdiplom bzw. Anerkennung der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) über eine Unterrichtsbefähigung verfügen. Lehrpersonen, die sich mit einem Ergänzungsstudium (auch als Zusatzausbildung bezeichnet) die Qualifikation in einem zusätzlichen Fach erwerben, dürfen dieses unterrichten, sobald sie das Studium aufgenommen haben. Eine Ausnahme bilden die Fremdsprache: Hier muss die Lehrperson zunächst über die geforderte Sprachkompetenz verfügen.
Lehrpersonen, die im Rahmen der Integrativen Förderung bzw. an Einschulungsklassen oder Kleinklassen unterrichten, benötigen einen Hochschulabschluss in Sonderpädagogik mit Vertiefungsrichtung Schulische Heilpädagogik, SHP (früher: Diplom in Schulischer Heilpädagogik).
Lehrpersonen an Aufnahmeklassen müssen neben dem Regelkassenlehrdiplom auch über einen zertifizierten Lehrgang in Deutsch als Zweitsprache für die Volksschule verfügen.
 

Lehrpersonen mit zürcherischem Lehrdiplom

Das Zürcher Lehrdiplom gilt als Ausweis für die Zulassung zum Schuldienst.

Lehrpersonen mit ausserkantonalem Lehrdiplom

Die Lehrpersonen mit ausserkantonalem Lehrdiplom benötigen eine formelle Zulassung des Volksschulamtes. Da ausserkantonale Lehrdiplome in der Regel EDK-anerkannt sind, können die Lehrpersonen ohne Einschränkungen im Schuldienst eingesetzt werden.
Zweifelsfälle bezüglich Einsatzes an einer bestimmten Schulstufe sind vorgängig in Zusammenarbeit mit dem Volksschulamt zu klären.

Lehrpersonen mit ausländischem Lehrdiplom

Lehrpersonen mit ausländischem Lehrdiplom benötigen vor der Anstellung als Lehrperson eine Anerkennung ihres Lehrdiploms durch die EDK. Die detaillierten Informationen, insbesondere die einzureichenden Unterlagen sind auf der Homepage der EDK ersichtlich.
Für die Bearbeitung der Anerkennung wird eine Gebühr verlangt.

Studierende der Pädagogischen Hochschule

Studierende der Pädagogischen Hochschule erhalten nach Abschluss des Basisjahres unter folgenden Voraussetzungen eine provisorische Zulassung durch das Volksschulamt und können – jeweils befristet für ein Schuljahr – als Lehrperson mit 90 % des ordentlichen Lohns angestellt werden:

  • Sie haben ihr Studium abgeschlossen, verfügen aber aufgrund einer fehlenden Leistung noch nicht über das Lehrdiplom.
  • Sie stehen als Studierende eines Quereinsteiger-Studiengangs in der berufsintegrierten Phase.
  • Sie nehmen an einem besonderen Studiengang teil, bei dem ein Einsatz als Lehrperson während des Studiums vorgesehen ist.

Das Volksschulamt verbindet die provisorische Zulassung mit der Auflage, das Studium auf dem direkten Weg abzuschliessen und das Lehrdiplom zu erlangen. Es widerruft die Zulassung, falls dies nicht erfüllt wird. In diesem Falle ist eine Fortsetzung der Anstellung nicht möglich.

Im Übrigen ist es nicht möglich – auch nicht mit einem Kleinpensum oder im Rahmen einer kommunalen Anstellung –, Studierende als Lehrpersonen anzustellen.

Personen ohne Lehrdiplom

Personen ohne Lehrdiplom können grundsätzlich nicht für den Unterricht angestellt werden.

Stellt das Volksschulamt einen Lehrermangel fest, darf die Schulpflege ausnahmsweise und befristet für ein Jahr eine Lehrperson anstellen, die nicht über ein Lehrdiplom verfügt. Eine Weiterbeschäftigung ist nur möglich, wenn die Lehrperson die notwendige Ausbildung absolviert. Es soll deshalb darauf geachtet werden, dass die Person ohne Lehrdiplom aufgrund ihrer Vorbildung die Möglichkeit hat, das Studium zur Volksschullehrperson an einer Pädagogischen Hochschule zu absolvieren.

Stufenfremder oder fachfremder Einsatz der Lehrpersonen

Lehrpersonen unterrichten auf jener Schulstufe die Fächer, für die sie gemäss Lehrdiplom bzw. Anerkennung der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) über eine Unterrichtsbefähigung verfügen. Die Schulleitung erhält die Kompetenz, in Ausnahmefällen den stufenfremden Einsatz einer Lehrperson zu bewilligen. Gleichzeitig hat sie aber dafür zu sorgen, dass die Lehrperson bei einem Einsatz von mehr als einem Jahr die entsprechende Nachqualifikation erwirbt.

Die Schulleitung kann in Ausnahmefällen auch den Einsatz einer Lehrperson in einem Fach bewilligen, für welches diese nicht über eine Unterrichtsbefähigung verfügt. Auch in diesen Fällen muss die Schulleitung dafür sorgen, dass die Lehrperson bei einem Einsatz von mehr als einem Jahr die entsprechende Nachqualifikation erwirbt. Von einem fachfremden Einsatz in den Fächern Sport und Werken ist abzusehen.

Schulleiterinnen und Schulleiter

Schulleiterinnen und Schulleiter benötigen kein Lehrdiplom. Sie müssen einzig über die entsprechende Ausbildung zur Schulleitung verfügen.

Anerkannte Ausbildungen sind:

  • Schulleiter/innen-Ausbildungen der Pädagogischen Hochschulen und Universitäten, sofern diese Angebote dem Format eines Zertifikatslehrgangs entsprechen.
  • Von der EDK anerkannte Zusatzausbildungen Schulleitung
  • Von der EDK akkreditierte Ausbildungsinstitutionen, die Schulleiter/innen-Ausbildungen anbieten, die sich (auch) an Volksschullehrpersonen richten.

Das Volksschulamt kann im Einzelfall andere, gleichwertige Ausbildungen oder die Berufserfahrung einer Schulleiterin oder eines Schulleiters als genügende Ausbildung anerkennen.

Vikarinnen und Vikare

Grundsätzlich gelten diese Bestimmungen auch für Vikarinnen und Vikare. Über Ausnahmen informiert die entsprechende Seite.