Arbeitszeugnis

Das Personalgesetz regelt in § 46 das Arbeitszeugnis analog dem Obligationenrecht (Art. 330a OR).

Der Lehrperson, der Schulleiterin und dem Schulleiter stehen jederzeit ein Arbeitszeugnis zu, spätestens aber auf den Zeitpunkt des Austritts (§ 139 Vollzugsverordnung zum Personalgesetz). Der Zeugnisanspruch wird jedoch durch den Grundsatz von Treu und Glauben beschränkt. So muss die Lehrperson, die Schulleiterin oder der Schulleiter an der Ausstellung eines Zwischenzeugnisses ein berechtigtes Interesse haben (z.B. neue Vorgesetzte, Stellenbewerbung). Das Arbeitszeugnis hat dokumentenecht zu sein (z. B. offizielles Briefpapier der Schulpflege, Unterschrift der Präsidentin oder des Präsidenten). Der Inhalt hat wahr und vollständig zu sein und darf der Mitarbeiterbeurteilung nicht widersprechen. Nicht repräsentative Einzelvorkommnisse sind nicht zu nennen.

Die Lehrperson, die Schulleiterin und der Schulleiter kann bei der Schulpflege einen Antrag um Änderung des Arbeitszeugnisses einreichen. Bei einer Abweisung des Antrages ist der Rekurs an die Bildungsdirektion gegeben.