Beratung & Unterstützung

Administrativuntersuchung

Grundlagen

Die Administrativuntersuchung ist ein Instrument der Aufsicht innerhalb der öffentlichen Verwaltung. Mit ihr können Vorkommnisse, Abläufe und Zustände in einer Verwaltungseinheit umfassend durch eine unbefangene Instanz untersucht werden. Eine Administrativuntersuchung ist anzuordnen, wenn gegen eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter des Kantons der Vorwurf einer schwer wiegenden Verletzung von dienstlichen Pflichten erhoben wird, welcher einer umfassenden internen Abklärung bedarf. Für die Anordnung einer Administrativuntersuchung bedarf es keiner schuldhaften Dienstpflichtverletzung. Sie hat die Sicherstellung der geordneten Verwaltungstätigkeit zum Ziel und dient nicht der Sanktion des Angestellten, auch wenn sie personelle Konsequenzen haben kann.

Zuständigkeit

Schulleitungen sind verpflichtet, der Schulpflege schwer wiegende Mängel in der Erfüllung der Berufspflichten einer Lehrperson zu melden. Die Schulpflege ihrerseits erstattet dazu der Abteilung Lehrpersonal, Sektor Beratung, Bericht. Das Volksschulamt ist gemäss §§ 11, 24, 24a und 24b LPG berechtigt und verpflichtet, bei Vorwürfen und/oder Beschwerden bezüglich schwer wiegender Mängel in der Erfüllung der Berufspflichten einer Lehrperson eine Administrativuntersuchung anzuordnen und durchzuführen, um den Sachverhalt abzuklären und allenfalls notwendige Massnahmen (Fachaufsicht, Freistellung, weitere Massnahmen) anordnen zu können.

Verfahrensablauf / Kommunikation

Im Interesse der betroffenen Kinder, der Schule und der Lehrperson müssen schwer wiegende Vorwürfe gegen eine Lehrperson vollumfänglich untersucht und geklärt werden, um geeignete Massnahmen anordnen oder die Lehrperson entlasten zu können. Nach Vorabklärungen mit den lokalen Schulbehörden und evtl. weiteren Stellen, eröffnet das Volksschulamt eine nötige Administrativuntersuchung und hört in der Regel als erstes die betroffene Lehrperson an. Anschliessend werden in Zusammenarbeit mit der Schulpflege Massnahmen (Freistellung/Vikariat, Fachaufsicht, etc.) beschlossen und gegen aussen in geeigneter Form kommuniziert. Das Volksschulamt und die Schulpflege unterstehen dem Amtsgeheimnis und haben die Persönlichkeitsrechte aller Betroffenen zu beachten.
Detaillierte Angaben über den Inhalt und den Stand der Untersuchung gegenüber der Öffentlichkeit sind deshalb nicht möglich.