Weitere Ressourcen

Therapien

Die Gemeinden setzen gesamthaft für die logopädische Therapie, die psychomotorische Therapie und die Psychotherapie höchstens folgende Vollzeiteinheiten (= VZE Therapien) ein:

  • Kindergartenstufe: 0.6 VZE pro 100 Schülerinnen und Schüler
  • Primarstufe: 0.4 VZE pro 100 Schülerinnen und Schüler
  • Sekundarstufe: 0.1 VZE pro 100 Schülerinnen und Schüler

Umlagerung nicht benötigter VZE Therapien in VZE IF-Unterricht

Schöpft eine Gemeinde das Höchstangebot für Therapien nicht aus, kann sie die VZE IF-Unterricht im Umfang dieser Differenz (= Höchstangebot – effektiv eingesetzte Ressourcen in der entsprechenden Schulstufe) erhöhen. Damit kann das Angebot der integrativen Förderung erhöht werden. Dazu ist die Bewilligung des Volksschulamtes notwendig. In dem vom Volksschulamt zur Verfügung gestellten Lehrerstellen-Tool ist das entsprechende Antragsformular bereits integriert. Die Schulpflege sendet das Antragsformular zusammen mit der Eingabe des Stellenplans (1. März) ans Volksschulamt. Die Bewilligung wird für die Erhöhung des Anstellungsumfanges IF für ein Schuljahr erteilt.

Therapien für Sonderschülerinnen und -schüler werden nicht zu den effektiv eingesetzten VZE Therapien Volksschülerinnen und Volksschüler gezählt. Umlagerungen von VZE Therapien in VZE Unterricht sind nur innerhalb der gleichen Stufe möglich.

Aufnahmeunterricht DaZ (kommunal)

Aufnahmeunterricht ist der Unterricht für Fremdsprachige, die keine Aufnahmeklassen besuchen. Er dient dem Erwerb und der Förderung der deutschen Sprache. Der gesamte Umfang für den Aufnahmeunterricht in einer Gemeinde wird wie folgt berechnet:

  • Kindergartenstufe:
    0.5 – 0.75 Wochenlektionen pro Schülerin oder Schüler
  • Primar- und Sekundarstufe:
    - Im 1. Jahr (Anfangsunterricht): 2 Wochenlektionen pro Schülerin oder Schüler
    - Im 2. und 3. Jahr (Aufbauunterricht): 0.5 – 0.75 Wochenlektionen pro Schülerin oder Schüler

Die Gemeinde teilt die Wochenlektionen den Schulen, die Schulleitungen den Klassen und Gruppen zu. Die Gemeinde kann das Angebot erhöhen, um sicherzustellen, dass einzelne Schülerinnen und Schüler im Anfangsunterricht mindestens 1 Lektion pro Tag und im Kindergarten oder im Aufbauunterricht mindestens 2 Lektionen pro Woche besuchen.

Die Gemeinden richten die Lektionen für den Aufnahmeunterricht auf eigene Kosten ein. Diese müssen nicht mit der Eingabe des Stellenplans gemeldet werden. Hingegen erfolgt das Führen einer Aufnahmeklasse innerhalb der VZE Unterricht. Entsprechend ist die Aufnahmeklasse beim Stellenplan einzuplanen.

ISR Integrierte Sonderschulung in der Verantwortung der Regelschule

Integrierte Sonderschulung findet in der Regelklasse statt. Die für die Sonderschülerin oder den Sonderschüler zuständige Schule sorgt für die notwendigen sonder- und sozialpädagogischen Massnahmen. Diese zusätzlichen Ressourcen zählen nicht zu den VZE Unterricht. Für die Koordination mit dem Personaleinsatz werden sie mit der Eingabe des Stellenplans gemeldet.

Begabtenförderung

Begabtenförderung meint die Angebote und Massnahmen für ausgeprägt begabte Schülerinnen und Schüler, deren Förderbedarf die Möglichkeiten des Regelunterrichts übersteigt. Kann eine angemessene Förderung von ausgeprägt begabten Schülerinnen und Schülern im Regelunterricht nicht gewährleistet werden, kommt in erster Linie die integrative Förderung (IF) zum Zug.

Die Gemeinden können auf eigene Kosten zusätzliche Angebote zur Verfügung stellen. Die Festlegung des Umfangs, die Auswahl und Gestaltung dieser Angebote (Kurse, in begründeten Ausnahmefällen auch Einzelförderung und Mentorate) liegen in der Verantwortung der Gemeinden. Eine klassennahe Ausgestaltung – in Anlehnung an die Integrative Förderung – ist nicht statthaft.

Die Anstellung von Fachpersonen, die in der Begabtenförderung ausserhalb der IF nicht zwingend über ein Lehrdiplom verfügen müssen, obliegt ebenfalls den Gemeinden. Dies kann insbesondere im Falle der Notwendigkeit einer ausgeprägt fachspezifische Förderung angezeigt sein (z. B. im naturwissenschaftlichen Bereich). Ansonsten wird empfohlen, für weniger spezifische Angebote nur Personal mit Lehrdiplom und spezieller Ausbildung in Begabungs- und Begabtenförderung anzustellen.

Kommunale Angebote zur Begabtenförderung müssen nicht mit der Eingabe des Stellenplans gemeldet werden.

Blockzeiten

Unentgeltliche Betreuungsangebote ergänzen den Unterricht, um die Vorgaben zu erfüllen. Die Gemeinden gestalten die Betreuungsangebote nach eigenen Vorgaben. Für die Gemeinden besteht ein Angebotspflicht, die Teilnahmen für die Schülerinnen und Schüler ist freiwillig.

Unter dem Begriff "Betreuungsangebote" sind alle Angebote zu verstehen, bei denen die Schülerinnen und Schüler unterrichtet, beschäftigt und beaufsichtigt werden, die jedoch nicht zum obligatorischen Unterricht der Fächer aus dem Lehrplan zählen.

Aufgabenstunden (Vollpensum Unterstufenlehrpersonen)

Die Aufgabenstunden stehen allen Schülerinnen und Schüler des Schulhauses offen, nicht nur den Schülerinnen und Schüler der Klasse jener Lehrperson, die dies unterrichten.

Um Lehrpersonen der Unterstufen ein Vollpensum anzubieten, kann die Aufgabenstunde unter folgenden Bedinungen ins kantonale Pensum integriert werden:

  • Die Schulpflege bietet die Aufgabenstunde an.
  • Die Schulpflege weist die Aufgabenstunden Lehrpersonen zu, die 28 WL in Fächern aus der Lektionentafel gemäss Lehrplan unterrichten und weder eine bezahlte Entlastung noch eine altersbedingte Pensenreduktion haben. Eine Lektion Aufgabenstunde entspricht 90 Minuten.