Abwesenheit & Urlaub

Bezahlter Urlaub

Urlaubsgrund

Grundsatz: Die Gewährung eines bezahlten Urlaubs ist nur möglich, wenn dazu eine Rechtsgrundlage vorhanden ist.
Die §§ 85 - 90 der Vollzugsverordnung zum Personalgesetz regeln die bezahlten Urlaube für familiäre Ereignisse, persönliche Angelegenheiten, Militär / Zivilschutz, Personalverbände, verschiedene Tätigkeiten und humanitäre Einsätze. Solche Urlaube können nicht kompensiert werden, falls sie nicht in die Unterrichtszeit fallen (§ 27 Abs. 3 LPVO).
Zusätzlich zu den genannten bezahlten Urlauben kann zur beruflichen Weiterbildung oder für Aufgaben im Schulwesen bezahlter Urlaub gewährt werden.
Für persönliche Urlaubsgründe, wie z.B. Verlängerungen von Ferien, kann kein bezahlter Urlaub gewährt werden. Solche Urlaube müssen stets als unbezahlte Urlaube bewilligt werden. Keinen Einfluss auf den Entscheid für einen bezahlten Urlaub hat die Stellvertretung bzw. deren Kosten.

Urlaubsdauer

Wird die Dauer eines Urlaubs in der Rechtsgrundlage abschliessend definiert, ist diese Vorgabe zwingend. Eine Ausdehnung des bezahlten Urlaubs darüber hinaus ist nicht zulässig. Für Teilzeitbeschäftigte ist ein nach Arbeitstagen definierter Anspruch gemäss Beschäftigungsgrad zu berechnen.
Grundsätzlich ist bei bezahlten Urlauben die beanspruchte Arbeitszeit möglichst gering zu halten.

Kompetenz zur Urlaubsbewilligung

Das Volksschulamt ist zuständig für die Bewilligung von Urlauben

  • mit mehr als einer Woche Dauer (auf Antrag der Schulpflege)
  • auf der Grundlage von §§ 87 bis 90 und 98 VVO (auf Antrag der Schulpflege oder Schulleitung); unabhängig von der Dauer

Die Gemeinde ist für die Bewilligung der übrigen Urlaube bis zu einer Woche zuständig. Die Kompetenz innerhalb der Gemeinde (Schulpflege oder Schulleitung) das Organisationsstatut.

Setzt sich ein Urlaub aus verschiedenen Teilen zusammen oder soll ein Urlaub teilweise als bezahlter und teilweise als unbezahlter Urlaub gewährt werden, ist für die Zuständigkeit der Urlaubsbewilligung die gesamte Urlaubsdauer massgebend.

Begleitung von Klassenlagern

Für die Begleitung von Klassenlagern durch Lehrpersonen (inkl. Fachlehrpersonen Handarbeit / Hauswirtschaft) wird im Einverständnis mit der Schulleitung  oder der Schulpflege bezahlter Urlaub für ein Klassenlager pro Jahr gewährt.

Mitwirkung von Lehrpersonen bei der Aufnahmeprüfung an Mittelschulen

Volksschullehrpersonen, die als Expertinnen oder Experten an den Aufnahmeprüfungen der Gymnasien mitwirken, üben diese Aufgabe in der Regel ausserhalb der Unterrichtszeit aus. Sie erhalten dafür eine Entschädigung.
An Stelle der Entschädigung sollen die Lehrpersonen auf Antrag einen bezahlten Urlaub beziehen können. Dieser muss durch die Schulpflege oder die Schulleitung bewilligt werden. Als Umrechnungsfaktor gilt: 1 Lektion entspricht einer Arbeitszeit von 1.75 Stunden. Dies bedeutet: 1.75 Stunden Einsatz für die Aufnahmeprüfungen berechtigen zu 1 Lektion bezahlten Urlaub.
Im Falle der Beurlaubung wird die Vikarin oder der Vikar durch die Gemeinde angestellt und entlöhnt. Die Gemeinde stellt der betroffenen Mittelschule die Stellvertretungskosten in Rechnung.