Abwesenheit & Urlaub

Bezahlte Entlastung

Die Lehrperson ist grundsätzlich verpflichtet, im Umfang des kantonal entlöhnten Pensums zu unterrichten. Mit einer bezahlten Entlastung erteilt die Lehrperson nicht mehr alle Lektionen ihres Pensums in Form von Unterricht. Vielmehr kann sie in einem definierten Umfang Lektionen für andere Tätigkeiten (anstelle des Unterrichtens) einsetzen.

Grundsätzliches

Bezahlte Entlastungen sind entweder in einer Rechtsgrundlage (z.B. Koordinationsaufgaben an der Sekundarstufe oder im Rahmen des Gestaltungspools) vorgesehen oder müssen durch das Volksschulamt (z.B. Informatiksupport) bewilligt werden.

Hausämter und andere Tätigkeiten in Schulhäusern und Schulgemeinden gehören grundsätzlich zu den Berufspflichten der Lehrpersonen. Bei ausserordentlichem Aufwand kann die Schulpflege diese Lehrpersonen gemäss § 21 LPG entschädigen. Eine bezahlte Entlastung ist nicht vorgesehen.
Ausnahmen können dann beantragt werden, wenn eine Lehrperson im Vollpensum die Tätigkeit regelmässig während der Unterrichtszeit ausüben muss oder diese das Vollpensum massgeblich übersteigt.

Ein entsprechender Antrag ist jeweils für das Folgejahr im Rahmen des Personaleinsatzes an den Sektor Personal des Volksschulamtes zu richten. Derselbe Termin gilt für die Meldung einer bereits bewilligten Entlastung oder von Entlastungen, die durch eine Rechtsgrundlage vorgesehen sind.

Gestaltungspool

Im Rahmen des Gestaltungspools können Lehrpersonen für Aufgaben gemäss § 18 Abs. 3 und 5 LPG entlastet werden:

    - Zusammenarbeit in der Schule 
    - Aufgaben im Schulwesen

Koordinationsaufgaben auf der Sekundarstufe

Die Gemeinden sind verpflichtet, auf eigene Kosten 0.011 Vollzeiteinheiten VZE für jede ihnen auf der Sekundarstufe zugeteilte VZE für Koordinationsaufgaben einzusetzen. Damit werden die Pensen der Schulleitungen erhöht oder – umgerechnet in Wochenlektionen (kaufmännisch gerundet) – Lehrpersonen entlastet. Dafür ist keine Bewilligung nötig. Die Meldung der entlasteten Lehrperson und des Umfangs erfolgt im Rahmen des Personaleinsatzes.

Informatiksupport

Lehrpersonen, welche die Tätigkeit 'Informatiksupport' wahrnehmen, können sich für maximal drei Wochenlektionen innerhalb des kantonalen Pensums entlasten. Die Lehrperson muss dabei im Vollpensum angestellt sein. Bei Lehrpersonen mit Teilpensum wird die Tätigkeit als Informatiksupport durch die Schulpflege entschädigt.

Entlastung für ein öffentliches Amt

Lehrpersonen und Schulleitungsmitglieder haben die zuständige Stelle zu orientieren, bevor sie sich für ein öffentliches Amt zur Verfügung stellen oder sich dafür bewerben. Die Meldepflicht besteht für alle öffentlichen Ämter, also auch für solche mit Amtszwang.

Eine Bewilligung ist erforderlich, wenn durch die Ausübung des öffentlichen Amtes Unterrichtslektionen beansprucht werden oder vereinbarte Arbeitszeit (Sollzeit) tangiert wird. Von der Bewilligungspflicht ausgenommen sind Ämter mit Amtszwang.

Die Bewilligung zur Ausübung eines öffentlichen Amtes kann an die Bedingung geknüpft werden, dass die Unterrichtsverpflichtung und die übrigen Berufspflichten durch das Amt möglichst wenig beeinträchtigt werden. Sie kann verweigert und damit die Ausübung des öffentlichen Amtes untersagt werden, wenn das öffentliche Amt mit der Anstellung bei der betreffenden Schulgemeinde nicht vereinbar ist oder wenn es die Lehrperson oder das Schulleitungsmitglied übermässig in Anspruch nehmen würde. Vor einem abschlägigen Entscheid sind alle Möglichkeiten zu prüfen.

Eine allfällige Entlastung wird bei Lehrpersonen durch die wöchentliche Reduktion der Lektionenverpflichtung bei gleichbleibender Entlöhnung gewährt.
Schulleitungsmitglieder werden ohne Lohneinbusse in einem festzulegenden Umfang von der Arbeitsleistung und im Rahmen des Möglichen von der Arbeitslast entbunden.

Bei einem Vollpensum haben Lehrpersonen Anspruch auf Entlastung im Umfang von maximal 3 Wochenlektionen. Lehrpersonen mit einem Teilpensum werden anteilmässig entlastet, wobei auf ganze Lektionen kaufmännisch auf- oder abgerundet wird. Der Entlastungsanspruch für Schulleitungsmitglieder beträgt maximal 10 % des vereinbarten Arbeitspensums. In welchem Umfang eine Entlastung konkret erfolgt, hängt von den Umständen des Einzelfalles ab. Dazu hat die Lehrperson anzugeben, wie viele Wochenlektionen beansprucht werden müssen bzw. oder das Schulleitungsmitglied hat zu melden, in welchem Umfang Arbeitszeit für das öffentliche Amt eingesetzt werden muss. Bei Schulleiterinnen und Schulleiter wird die Entlastung anteilmässig auf die beiden Anstellungen verteilt.
Die Schulpflege beantragt dem Volksschulamt die Entlastung unter Einreichen der notwendigen Unterlagen.