Abwesenheit & Urlaub

Krankheit & Unfall

Krankheit

Fällt eine Lehrperson wegen Krankheit aus, informiert sie umgehend die Schulleitung. Diese sorgt dafür, dass der Unterricht der betroffenen Klassen aufrecht erhalten werden kann (Spetten, Kurzvikariat, Vikariat, Unterrichtsübernahme durch Schulleitung).
Fällt eine Schulleiterin oder ein Schulleiter krankheitshalber aus, informiert sie oder er umgehend die Schulpflege und die Schule.
Die Schulleitung oder die Schulpflege (Schulverwaltung) meldet die Krankheitsabsenz ab dem 4. Tag mit dem Formular Meldung einer Absenz per Post, per Mail oder per Fax dem Sektor Personal des Volksschulamtes. Die Meldung erfolgt auch dann, wenn keine Stellvertretung benötigt wird oder wenn nur eine teilweise Arbeitsunfähigkeit vorhanden ist. Die Meldung zur Beendigung der Absenz erfolgt über die monatliche Kontrollliste.
Ein Arztzeugnis muss bei einer Dauer der Arbeitsunfähigkeit von länger als einer Woche unaufgefordert der Schulpflege eingereicht werden. 

Unfall

Unfallereignis
Bei Unfall muss mit dem Sektor Lohn des Volksschulamtes Kontakt aufgenommen werden, damit das Unfallformular vorbereitet und zugestellt werden kann. Dies gilt auch für ein Unfallereignis, das nicht zu einer Arbeitsunfähigkeit führt (Bagatellunfall).

Einrichtung von Vikariaten

Lehrpersonen
Bei Ausfällen von Lehrpersonen bis zu drei Schultagen werden keine kantonalen Vikariate abgeordnet. Die Gemeinde kann auf eigene Kosten ein kommunales Kurzvikariat einrichten. Dauert die Abwesenheit der Lehrperson länger, kann für die gesamte Zeitdauer ein Vikariat eingerichtet werden. Die Vikarinnen oder Vikare werden durch das Volksschulamt abgeordnet. Bei der Suche von Vikarinnen oder Vikaren ist eine Sachbearbeiterin des Sektors Personal behilflich.

Schulleiterinnen und Schulleiter
Bei einer nicht vorhersehbaren Absenz kann ab der 2. Woche ein kantonales Vikariat eingerichtet werden. In der Regel übernimmt dazu eine amtierende Lehrperson, die Co-Schulleitung oder eine Schulleitung einer anderen Schuleinheit Aufgaben der ausfallenden Schulleitung. Dazu reduziert sie ihr Unterrichtspensum. Für das Unterrichtspensum ordnet das Volksschulamt eine Vikarin oder einen Vikar ab.
Ausnahmsweise und nach vorgängiger Bewilligung des Volksschulamtes kann v.a. bei längeren Absenzen auch die Anstellung einer Schulleitungsaushilfe vorgesehen werden.

Bei kürzerer Absenzdauer wird keine Stellvertretung eingerichtet, auch nicht auf kommunaler Ebene.

Längere Absenzen

Ist eine Absenz von mehr als zwei Monaten absehbar, nimmt die Schulleiterin, der Schulleiter, die Schulverwaltung oder die Schulpflege so rasch als möglich mit dem Sektor Beratung des Volksschulamtes Kontakt auf. Diese Stelle prüft das Errichten einer Fallbegleitung (Case Management) und beantragt bei längerer Dauer eine vertrauensärztliche Abklärung bei der Versicherungskasse für das Staatspersonal (BVK). Zudem vollzieht sie bei Bedarf die Lohnkürzung auf der Grundlage der Lohnfortzahlung.
Während der Krankheitsabsenz darf das Pensum der Lehrperson bzw. der Beschäftigungsgrad der Schulleiterin oder des Schulleiters nicht verändert werden.
 

Arztzeugnis

Bei Abwesenheiten, die länger als eine Woche dauern, reicht die Lehrperson, die Schulleiterin oder der Schulleiter der Schulpflege unaufgefordert ein Arztzeugnis ein. Dauert die volle oder teilweise Dienstaussetzung länger als einen Monat, sind jeweils zu Beginn der folgenden Monate oder gemäss besonderer Weisung der Vorgesetzten weitere ärztliche Zeugnisse einzureichen. Die Arztzeugnisse bleiben grundsätzlich bei der Schulpflege und werden ins Personaldossier der Lehrperson, der Schulleiterin oder der Schulleiter gelegt. Auf Verlangen werden im Zusammenhang mit dem Errichten einer Fallbegleitung (Case Management) oder einer vertrauensärztlichen Abklärung Kopien dem Volksschulamt zugestellt.

Eindeutig formulierte Arztzeugnisse vermeiden Umtriebe für die betroffene Lehrperson, die Schulleiterin, den Schulleiter und die Schulpflege. Deshalb sind folgende Punkte zu beachten:

  • Arztzeugnisse, die eine Arbeitsunfähigkeit bestätigen, sind in der Regel zu befristen (vgl. auch § 100 Vollzugsverordnung zum Personalgesetz).
  • Bei Arztzeugnissen mit dem Vermerk „bis auf weiteres“ oder „vorläufig bis..., dann neue Beurteilung“ muss die erkrankte Person ein neues Arztzeugnis einfordern. Bei lang andauernder Absenz (Krankheit oder Unfall) muss in der Regel von der Lehrperson, der Schulleiterin oder dem Schulleiter ein Zeugnis pro Monat eingereicht werden.
  • Bei einer teilweisen Arbeitsunfähigkeit soll die Ärztin oder der Arzt festhalten, welche Tätigkeiten ausgeübt werden können. Bei einer Arbeitsunfähigkeit von 25% könnte es etwa heissen: „Anwesenheit von 100% möglich, aber bestimmte Arbeiten können nicht ausgeführt oder gewisse Fächer nicht unterrichtet werden.“ Oder: „Die Patientin, der Patient absolviert 75% seines Pensums, verteilt auf 5 Arbeitstage (keine zusätzlichen Freitage).“
  • Die Patientin / der Patient muss darauf hingewiesen werden, dass Einschränkungen für die berufliche Tätigkeit auch für die Freizeit gelten. Kann zum Beispiel im Beruf kein Sport betrieben werden (Sportunterricht), gilt das auch für die Freizeit. Andernfalls wird das Zeugnis hinfällig.
  • Besteht die Arbeitsunfähigkeit auch während der Schulferienzeit, ist diese mit einem Arztzeugnis zu bestätigen.
  • Fazit: Je klarer das Arztzeugnis formuliert ist, desto geringer ist die Gefahr von Missverständnissen.

Monatliche Kontrolle offene Absenzen

Absenzen wegen Krankheit oder Unfall werden in der Regel ohne Enddatum erfasst. Die Meldung der Beendigung der Absenz oder der Veränderung des Arbeitsunfähigkeitsgrades erfolgt über die vom Volksschulamt versendete monatliche Kontrollliste.

Die Liste wird jeweils anfangs Monat verschickt. Im August erfolgt in der Regel kein Versand. Die Schulpflegen machen ihre Rückmeldung an das Volksschulamt bis spätestens am 15. des gleichen Monats.