Abwesenheit & Urlaub

Weiterbildungsurlaub

Zur beruflichen Weiterbildung kann bezahlter Urlaub gewährt werden.

Kompetenz zur Urlaubsbewilligung

Das Volksschulamt ist zuständig für die Bewilligung von Urlauben

  • mit mehr als einer Woche Dauer (auf Antrag der Schulpflege)
  • auf der Grundlage von §§ 87 bis 90 und 98 VVO (auf Antrag der Schulpflege oder Schulleitung); unabhängig von der Dauer

Die Gemeinde ist für die Bewilligung der übrigen Urlaube (u.a. Weiterbildungsurlaube) bis zu einer Woche zuständig. Die Kompetenz innerhalb der Gemeinde (Schulpflege oder Schulleitung) regelt das Organisationsstatut.

Setzt sich ein Urlaub aus verschiedenen Teilen zusammen oder soll ein Urlaub teilweise als bezahlter und teilweise als unbezahlter Urlaub gewährt werden, ist für die Zuständigkeit der Urlaubsbewilligung die gesamte Urlaubsdauer massgebend.

Besondere Urlaubsregelungen

Intensivweiterbildung (PH Zürich)
Für die Intensivweiterbildung der Pädagogischen Hochschule Zürich (PH Zürich) gewährt das Volksschulamt den Lehrpersonen einen bezahlten Urlaub für die gesamte Weiterbildungszeit. Die Schulpflege kann nicht auf eigene Kosten einen bezahlten Urlaub für eine Intensivweiterbildung genehmigen.

Zertifizierte Lehrgänge (CAS, DAS, MAS) an PH Zürich 
Für zertifizierte Lehrgänge (CAS, DAS, MAS) an der Pädagogischen Hochschule Zürich (PH Zürich), die in engem Zusammenhang mit der Volksschule stehen, werden teilweise bezahlte Urlaube gewährt.

Zertifizierte Lehrgänge (CAS, DAS, MAS) an anderen Institutionen
Für zertifizierte Lehrgänge (CAS, DAS, MAS) an anderen Institutionen (Hochschule für Heilpädagogik Zürich, ausserkantonale Pädagogische Hochschulen etc.), die in engem Zusammenhang mit der Volksschule stehen, kann die Lehrperson, die Schulleiterin oder der Schulleiter Antrag auf bezahlten Urlaub an die Schulpflege stellen. Das Volksschulamt entscheidet auf Antrag der Schulpflege über die Bewilligung des bezahlten Urlaubs und die Aufteilung der Stellvertretungskosten zwischen Staat und Gemeinde.

Kurse von „Schule und Weiterbildung Schweiz“ (swch.ch)
Da der Sommerschulferienbeginn im Kanton Zürich gegenüber einem grossen Teil der übrigen Schweizer Kantone eine Woche später beginnt, liegt die erste Kurswoche noch in der Schulzeit. Möchte eine Lehrperson einen Kurs während dieser Woche besuchen, hat sie der Schulpflege oder der Schulleitung ein entsprechendes Gesuch einzureichen. Die Schulpflege oder die Schulleitung hat die Möglichkeit, den Urlaub als bezahlten oder unbezahlten Urlaub zu bewilligen oder das Gesuch abzulehnen.
Nicht statthaft ist die Einstellung des Unterrichts einzelner Klassen oder der ganzen Schule für die letzte Schulwoche vor den Sommerferien.

Ausbildungen
Ausbildungen (z.B. Studium in Schulischer Heilpädagogik, Stufenumstieg, Ergänzungsstudium) zählen bezüglich Regelung für bezahlten Urlaub nicht als Weiterbildung. Für folgende Ausbildungen gelten besondere Regelungen:

Rückforderungsvorbehalt

§ 94 der Vollzugsverordnung zum Personalgesetz, wonach für externe Weiterbildungsveranstaltungen bezahlter Urlaub und Beiträge gewährt werden können, gilt auch für Lehrpersonen. Bei erheblichem privatem Interesse an der Weiterbildung ist ein Rückforderungsvorbehalt vorgesehen. Die Ausbildungen und die Weiterbildungen an der HfH und an der PH Zürich sind nicht mit erheblichen privaten Interessen verbunden. Aus diesem Grund verzichtet der Kanton auf Rückforderungsvorbehalte für die Vikariate und auf Kostenbeteiligungen.

Der Kanton ist nicht nur Zahlungsstelle des Gemeindeanteils an die Löhne der Volksschullehrpersonen, sondern bei ihm liegt auch die alleinige Verfügungsgewalt über die Besoldung der einzelnen Lehrpersonen. Dementsprechend kann eine Schulgemeinde auch keinen Rückforderungsvorbehalt für die anfallenden Lohn- und Vikariatskosten im Rahmen der genannten Aus- und Weiterbildungen anbringen. Dieses Recht stünde alleine dem Kanton zu. Dieser verzichtet auf einen solchen Rückforderungsvorbehalt, da die unterstützte Ausbildung auch bei einem Gemeindewechsel der Lehrperson für das Bildungswesen im Kanton von Nutzen ist.