Sprache

Heimatliche Sprache und Kultur (HSK)

Anmeldeverfahren

Als Ergänzung zum Unterricht der Volksschule können mehrsprachige Kinder den Unterricht in Heimatlicher Sprache und Kultur (HSK) in ihrer Erstsprache besuchen. Die Bildungsdirektion empfiehlt den Besuch dieses Unterrichts. Die Eltern entscheiden, ob sie ihr Kind anmelden wollen.

Die Schulleitungen erhalten den Flyer für die HSK Online-Anmeldung zur Weiterleitung an alle Lehrpersonen des Kindergartens und der 1. Klasse. Diese informieren im Januar die Eltern ihrer mehrsprachigen Schülerinnen und Schüler. Die Eltern melden ihr Kind neu selber und online via Link auf dem Flyer an.

Falls Eltern mitteilen, dass sie keinen Internetanschluss haben, bitten wir die Lehrpersonen, die Elterninformation in der jeweiligen Sprache und das Formular für die Anmeldung auf Papier (siehe unten) auszudrucken und abzugeben. Für das Einsenden einer Anmeldung auf Papier an die Trägerschaft sind die Eltern verantwortlich.

Online-Stundenplan 2016/17 der anerkannten HSK-Kurse - mit Adressen der HSK-Lehrpersonen und Koordinatoren

Der Online-HSK-Stundenplan ermöglicht einen direkten Zugang auf die anerkannten HSK-Angebote im Kanton Zürich. Es ist eine gezielte Abfrage nach Sprachen, Gemeinden und Stufen möglich.
Die Angaben wurden direkt von den 27 anerkannten HSK-Trägerschaften eingegeben.

Die Adressen der Lehrpersonen können im Online-Stundenplan gesamthaft oder pro Sprache als PDF-Dokument gesucht und heruntergeladen werden.

Für spezifische Fragen zu einzelnen Kursen stehen Ihnen die Koordinatorinnen und Koordinatoren der verschiedenen Sprachen zur Verfügung. 

HSK-Rahmenlehrplan

Der HSK-Rahmenlehrplan ist auf den Lehrplan der Zürcher Volksschule abgestimmt. Er bildet einen gemeinsamen Rahmen für alle anerkannten Anbieter des HSK-Unterrichts. Den einzelnen Trägerschaften erlaubt er jedoch, spezifische Ziele zu formulieren. Die vorliegende, vollständig überarbeitete Fassung des Rahmenlehrplans wurde vom Bildungsrat am 28. Februar 2011 verabschiedet.

HSK-Unterricht: gesetzliche Grundlagen und Empfehlungen

Im Unterricht in Heimatlicher Sprache und Kultur können die mehrsprachigen Schülerinnen und Schüler die Kompetenzen in ihrer Muttersprache und ihre Kenntnisse über die Herkunftskultur erweitern.
Das Volksschulgesetz und die Volksschulverordnung regeln die Zulassung des HSK-Unterrichts in der Schule.
 

HSK-Attest

Die HSK-Lehrpersonen tragen jeweils anfangs Januar und im Juni die Noten der HSK-Schülerinnen und Schüler ab der 2. Primarklasse in ein Attest ein. Zusätzlich und fakultativ können sie die Teilkompetenzen bewerten. Die Noten der 27 anerkannten Trägerschaften werden durch die Zürcher Lehrpersonen ins Zeugnis der Volksschule übertragen. Die Merkblätter "Attest und Notengebung" und "Eintrag der HSK-Note ins Zeugnis" geben dazu genauere Informationen.

Sprachgruppen und Anerkennungskriterien

Der HSK-Unterricht wird von den Konsulaten oder Botschaften der Herkunftsländer oder von Vereinen angeboten. Erforderlich ist eine Anerkennung durch die Bildungsdirektion.

Zur Zeit gibt es anerkannte HSK-Kurse in 27 Sprachen: Albanisch, Arabisch (Hocharabisch), Bosnisch, Bulgarisch, Chinesisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Kroatisch, Kurdisch-Kurmanci, Kurdisch-Sorani, Niederländisch, Portugiesisch, Portugiesisch (Brasilien), Russisch, Schwedisch, Serbisch, Slowenisch, Spanisch, Spanisch (Lateinamerika), Tamilisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch.

Anerkannte Trägerschaften dieser Sprachgruppen finden Sie in der pdf-Datei "Koordinatorinnen und Koordinatoren anerkannter Trägerschaften".

Einzelne Sprachgruppen erheben Elternbeiträge. Zum HSK-Unterricht gibt es Elterninformationen in verschiedenen Sprachen.
 

Materialien für den HSK-Unterricht

In Kooperation mit Fachexpertinnen und -experten sowie HSK-Lehrpersonen hat die PH Zürich Handbücher für Lehrpersonen entwickelt, die Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund in der Erstsprache und -kultur unterrichten.

Broschüre Mehrsprachig und interkulturell

Die Broschüre beschreibt konkrete Beispiele, wie Lehrpersonen der Volksschule und des HSK-Unterrichts zusammenarbeiten können und wie Mehrsprachigkeit in der Schule produktiv genutzt werden kann. Diese Zusammenarbeit soll den Kindern mit nichtdeutscher Erstsprache die Integration in eine Klasse erleichtern und die Eltern sollen ins schulische Geschehen einbezogen werden.

Weiterführende Literatur

Caprez, Edina (2010): Entwicklung der Erst- und Zweitsprache im interkulturellen Kontext. Münster usw.: Waxmann