Mensch & Umwelt

Im Unterrichtsbereich «Mensch und Umwelt» lernen die Schülerinnen und Schüler an Beispielen sich selbst, den Mitmenschen, Formen des menschlichen Zusammenlebens und die Umwelt kennen und verstehen. Dabei stellen sie fest, dass dem menschlichen Forschungs- und Fassungsvermögen Grenzen gesetzt sind. Hinter diesen Grenzen suchen sie aber auch Zusammenhängen nachzuspüren, die nicht mess- und fassbar sind.

Das Ziel aller Beschäftigung in «Mensch und Umwelt» ist, eine mündige, dem Ganzen verpflichtete Haltung entstehen zu lassen, welche die Schülerinnen und Schüler veranlasst, Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft aktiv mitzugestalten.

Religion & Kultur

Das neue obligatorische Schulfach Religion und Kultur löst Biblische Geschichte auf der Primarstufe und den Konfessionell-kooperativen Religionsunterricht (KOKORU) auf der Sekundarstufe ab. Die jahrgangsweise Einführung erfolgt spätestens ab Schuljahr 2011/12 in allen Schulgemeinden.

Leitendes Ziel des Fachs ist eine Kompetenz im Umgang mit religiösen Fragen und Traditionen. Die Schülerinnen und Schüler lernen Inhalte, Geschichten und Bräuche des Christentums kennen, welche die Kultur und Gesellschaft im Kanton Zürich geprägt haben und prägen. Zudem erwerben sie elementare Kenntnisse der grossen Religionen, die für das Verständnis der heutigen Welt relevant sind.

Die jahrgangsweise Einführung erfolgt spätestens ab Schuljahr 2011/12 in allen Schulgemeinden. Bei hinreichend begründeten Gesuchen kann das Volksschulamt einen Aufschub der Einführung des Faches von einem bis längstens zwei Jahren bewilligen (BRB vom 28. Februar 2011).

Zur Einführung des Fachs werden neue Lehrmittel geschaffen und Weiterbildungsangebote für Lehrpersonen bereitgestellt.

  • Blickpunkt 1 - Religion und Kultur (Unterstufe) kann beim Lehrmittelverlag Zürich bestellt werden.
  • Blickpunkt 2 (Mittelstufe) und Blickpunkt 3 (Sekundarstufe I) erscheinen im Mai 2013.

Haushaltkunde

Haushaltkunde (auch "Hauswirtschaft") ist im ersten Jahr der Sekundarstufe für alle Schülerinnen und Schüler Pflichtfach in einem Umfang von 3 Lektionen pro Woche. Im zweiten Jahr wird dieses Fach als Freifach (2 Lektionen pro Woche) angeboten und im dritten Jahr der Sekundarstufe besteht eine Wahlpflicht zwischen Haushaltkunde und Handarbeit, wiederum im Umfang von 3 Lektionen pro Woche.

Der Unterricht in Haushaltkunde setzt sich zum Ziel, Interesse für die Bedeutung und Aufgaben des Haushalts zu wecken und den Haushalt als wichtigen Teilbereich des Lebens zu erkennen.

Realien

Realien ist an der Volksschule der Sammelbegriff für jegliche Auseinandersetzung mit der real erlebbaren Umwelt. Im Lehrplan des Kantons Zürich sind die Unterrichtsgegenstände "Lebenskunde" und "Realien" zusammengefasst. Eine Gliederung findet statt nach den Inhaltsaspekten:

  • Individuum und Gemeinschaft
  • Natur und Technik
  • Heimat und Welt
  • Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft

Innovation SWiSE (Swiss Science Education)

Innovation SWiSE (Swiss Science Education/Naturwissenschaftliche Bildung Schweiz) ist eine gemeinsame Initiative von mehreren Bildungsinstitutionen der Deutschschweiz. Im Fokus steht die Weiterentwicklung des naturwissenschaftlich-technischen Unterrichts in der obligatorischen Schule und im Kindergarten.
Gemeinsam mit so genannten SWiSE-Schulen und SWiSE-Lehrpersonen werden innovative Unterrichtskonzepte im Bereich Naturwissenschaften und Technik entwickelt, durchgeführt und ausgetauscht. 
SWiSE unterstützt dabei interessierte Schulen mit

  • Weiterbildungsangeboten und  Vernetzungsmöglichkeiten, 
  • in der Erarbeitung und im Austausch wirkungsvoller Massnahmen zur Weiterentwicklung des NaTech-Unterrichts. Die Schulen werden darin begleitet, die Ideen des kompetenzorientierten Unterrichts in die Praxis umzusetzen und Lernmaterialien für den Fachbereich «Natur-Mensch-Gesellschaft» (Lehrplan 21: Kindergarten, Primar- und Sekundarstufe I) bzw. für das Fach «Natur und Technik» (Lehrplan 21: Sekundarstufe I) zu entwickeln. 

Das Volksschulamt unterstützt das Projekt SWiSE-Schulen ideell und finanziell und nimmt am nationalen Projekt der SWiSE-Schulen teil.

Umweltschulen – Lernen und Handeln

„Wir übernehmen Verantwortung für unsere Umwelt und Gesellschaft. Wir fördern umweltbewusstes und zukunftsorientiertes Lernen und Handeln. “ Zürcher Volksschulen für dieses wichtige Anliegen zu gewinnen und sie in der kreativen Umsetzung zu unterstützen, ist das Ziel des Projekts „Umweltschulen – Lernen und Handeln“. Das Projekt ist eine Initiative der beiden Stiftungen Mercator Schweiz und Umweltbildung Schweiz und wird durch die Bildungsdirektion Kanton Zürich unterstützt.

Kern des Projektes bildet das Netzwerk Umweltschulen. Dieses bietet Schulen die Möglichkeit, sich im Rahmen ihrer laufenden Schul- und Unterrichtsentwicklung systematisch mit Umweltthemen auseinanderzusetzen. Zum Beispiel:

  • Ökosystem Wald - mit allen Sinnen erleben und erforschen! 
  • Was hat der Klimawandel mit unserer Schule zu tun?
  • Esskultur an unserer Schule – bio?-logisch!
  • Unser Pausenplatz: Asphaltwüste oder Naturerlebnis?

Dabei werden die Schulen von der Beratungsstelle Umweltschulen individuell begleitet. Ergänzend erhalten sie finanzielle Unterstützung, Zugang zu spezifischen Weiterbildungen sowie Austauschmöglichkeiten mit anderen Umweltschulen. Die Website www.umweltschulen.ch liefert Informationen und Ideen für die Praxis.

Auf zur Umweltschule!
Das Projekt richtet sich an Volksschulen im Kanton Zürich vom Kindergarten bis zur Sekundarschule. Interessiert? Informieren Sie sich auf der Website www.umweltschulen.ch oder melden Sie sich bei der Beratungsstelle. Einstiegsmöglichkeiten in das Netzwerk bieten sich von jetzt bis Anfangs Schuljahr 2014/2015.

Kontakt: Beatrix Winistörfer „Umweltschulen – Lernen und Handeln“,
Telefon (Mo-Do) 076 575 11 72, b.winistoerfer@umweltschulen.ch

Sexualerziehung

Im Rahmen der Zielsetzungen des Lehrplans sind die Lehrpersonen verpflichtet, Aspekte der Sexualerziehung in ihren Unterricht einzubauen. Ziele und Inhalte sind insbesondere zu finden im Bereich „Mensch und Umwelt“ im Unterrichtsgegenstand „Lebenskunde und Realien“ und dort unter dem Inhaltsaspekt „Individuum und Gemeinschaft“.

Die Verantwortung für die Sexualerziehung liegt in erster Linie bei den Eltern beziehungsweise den Erziehungsverantwortlichen der Kinder. Die Volksschule unterstützt und ergänzt die elterliche Sexualerziehung im Rahmen ihres Bildungs- und Erziehungsauftrages. Eltern sollen vorab informiert werden, wenn im geplanten Unterricht Themen angesprochen werden, die als Eingriff in ihre Erziehungsverantwortung wahrgenommen werden könnten.

Zur Unterstützung der Lehrpersonen für die Planung und Umsetzung von lehrplanbasierter Sexualerziehung und von HIV/Aidsprävention im Unterricht stehen Planungshilfen zur Verfügung. Sie liegen in stufenspezifischen Varianten für die Mittel- und Sekundarstufe vor und sind Teil der Planungshilfen „Gesundheitsförderung und Prävention“. Die Planungshilfen enthalten unter anderem Angaben zu geeigneten Unterrichtsmaterialien.

Kinderparcours "Mein Körper gehört mir"

Die vom Lotteriefonds und der Bildungsdirektion unterstützte Sonderausstellung zur Prävention sexueller Ausbeutung kann von den Schulen gebucht werden. Informationen erhalten Sie unter www.kinderparcours.ch

Verkehrsunterricht

Der Lehrplan für Verkehrsunterricht ist im Lehrplanteil "fächerübergreifende Unterrichtsgegenstände" (auf den Seiten 373-376) aufgeführt. Der Verkehrsunterricht soll das Verantwortungsbewusstsein im Strassenverkehr unter den Aspekten Sicherheits-, Gesundheit-, Sozial- und Umweltbewusstsein schärfen.

Empfehlungen zum Verkehrsunterricht
Der Bildungsrat hat zum Verkehrsunterricht an der Volksschule lehrplanergänzende Empfehlungen erlassen.