Lehrmittel

Lehrmittelkategorien

Der Bildungsrat legt fest, welche Lehrmittel obligatorisch und alternativ-obligatorisch (neu!) zugelassen sind. Diese Lehrmittel sind im so genannten Verzeichnis der obligatorischen Lehrmittel (O-Liste) aufgeführt. Dieses Verzeichnis ist jedoch nicht identisch mit dem Katalog des Lehrmittelverlags. Der Bildungsrat hat die aktuelle Liste für das Schuljahr 2015/16 am 15. Dezember 2014 beschlossen (siehe Verzeichnis obligatorischer Lehrmittel).

Unterrichtsbereiche mit einem Lehrmittel-Obligatorium

Seit Schuljahr 2014/15 (siehe BRB 35/2012) sind an der Zürcher Volksschule in den folgenden Unterrichtsbereichen obligatorische (O) bzw. alternativ-obligatorische (AO) Lehrmittel vorgeschrieben:

• Deutsch
• Mathematik
• Französisch
• Englisch
• Religion und Kultur
• Natur und Technik

Um den Stellenwert des Fachs «Natur und Technik» zu betonen, hat der Bildungsrat am 5. Mai 2014 dies als Teilfachbereich von «Mensch und Umwelt» in die Liste der Unterrichtsbereiche aufgenommen, für die ebenfalls obligatorische Lehrmittel vorgesehen sind.
Im Hinblick auf die Einführung des Lehrplans 21 wird die Lehrmittelreihe «Lernwelten, Natur-Mensch-Mitwelt» für die Primarstufe grundlegend überarbeitet. Das Lehrmittel soll im August 2016 erscheinen. Über den Status «obligatorisch» für dieses Lehrmittel wird der Bildungsrat beschliessen, wenn das Lehrmittel vorliegt.
Für die Kindergartenstufe und die Sekundarstufe I sind neue obligatorische Unterrichtsmittel in Erarbeitung. Entsprechende Entwicklungsaufträge hat der Bildungsrat am 27. April 2015 verabschiedet.
 

Obligatorische (O) Lehrmittel

Obligatorische Lehrmittel verdeutlichen die Zielsetzungen und Vorgaben des Lehrplans und bilden so eine wesentliche Grundlage für den Unterricht. Obligatorische Lehrmittel dienen der Koordination zwischen den Schulstufen. Der Bildungsrat kann nach § 22 des Volksschulgesetzes für die verschiedenen Schulstufen Lehrmittel als obligatorisch erklären. Die Lehrpersonen sind verpflichtet, diese unterrichtsleitend einzusetzen. Das schliesst aber nicht aus, dass ergänzend zu den obligatorischen Lehrmitteln nicht auch andere Unterrichtsmittel eingesetzt werden dürfen.

Obligatorische Lehrmittel müssen von den Schulgemeinden angeschafft werden und sind den Schülerinnen und Schülern unentgeltlich abzugeben. Stellt der Bildungsrat für das gleiche Fach mehrere als obligatorisch bezeichnete Lehrmittel zur Auswahl (siehe dazu Alternativobligatorium), so sind die Lehrerinnen und Lehrer verpflichtet, eines davon unterrichtsleitend zu verwenden.

Die obligatorischen Lehrmittel können beim Lehrmittelverlag Zürich bezogen werden. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Lehrmitteln finden Sie im Verlagskatalog sowie im Internet unter: http://www.lmvz.ch/

Alternativ-obligatorische (AO) Lehrmittel

Ab dem Schuljahr 2013/14 können die Schulgemeinden im Fach Englisch auf der Primarstufe zwischen zwei und auf der Sekundarstufe I zwischen drei verschiedenen unterrichtsleitenden Lehrmitteln wählen. Bezüglich Einsatz und Verwendung gelten die gleichen Regelungen wie bei allen anderen obligatorischen Lehrmitteln (siehe oben).
Diese Regelung gilt befristet bis Ende Schuljahr 2021/22. Welche Englischlehrmittel verwendet werden sollen, legen die Schulpflegen fest. Im Jahr 2016 wird der Bildungsrat das darüber hinausgehende Vorgehen beschliessen.

Entbindung vom Obligatorium

In einzelnen Fällen kann der Bildungsrat die Lehrpersonen von der Verwendung obligatorischer Lehrmittel entbinden, zum Beispiel bei Schulentwicklungsprojekten oder bei der Erprobung neuer Lehrmittel.

Lehrmittelprojekte und Lehrmittelagenda

Projekt (mit Lehrmittelobligatorium)Fach / StufeHerausgabe
einlaufend ab
MathematiklehrmittelMathematik / Mittelstufe2014 (4. Klasse)
Neues Französischlehrmittel
dis donc!
Französisch2017/18 (5. Klasse)
NaTechKiga
Primarstufe
Sekundarstufe I
2018/19
2018/19
2019/20
DaZSekundarstufe I2018/19

Lehrmittel für die Volksschule werden im Auftrag des Bildungsrates auf Antrag der kantonalen Lehrmittelkommission geschaffen. Die meisten Lehrmittel werden interkantonal erarbeitet.

Interkantonale Lehrmittelzentrale (ilz)

Der Kanton Zürich arbeitet als Mitglied der Interkantonalen Lehrmittelzentrale (ilz) bei Fragen zu Lehrmitteln eng mit den anderen Kantonen zusammen. Die ilz, eine Institution der Kantone und des Fürstentums Liechtenstein, koordiniert die Lehrmittelentwicklungen in der Deutschschweiz. Unter Wahrung der kantonalen Bildungshoheit bietet die ilz als Kompetenzzentrum für Lehrmittel verschiedenste Dienstleistungen an und entlastet damit die Kantone. Im Vordergrund steht die Sicherstellung der Lehrmittelversorgung der Schulen mit Schweizer Lehrmitteln.