Fokus Starke Lernbeziehungen (FSL)

Überblick

Eine grosse Anzahl Lehrpersonen an einer Klasse kann zu einer erhöhten Belastung der Schülerinnen und Schüler und der Lehrpersonen führen. Dies zeigen Resultate aus dem Projekt Belastung/Entlastung und Rückmeldungen aus dem Schulfeld. Mit dem Schulversuch Fokus Starke Lernbeziehungen (FSL) wird das Ziel verfolgt, die Zahl der an einer Klasse tätigen Lehrpersonen zu reduzieren. Erreicht werden soll dieses Ziel durch die Umlagerung von Ressourcen aus verschiedenen Unterstützungs- und Fördermassnahmen in die Regelkasse. Auch Schülerinnen und Schüler mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen sollen weitgehend im Rahmen des Regelklassenunterrichts gefördert werden.

Vorgesehen ist, dass in der Regel zwei Lehrpersonen möglichst alle Fächer unterrichten und zumindest teilweise auch die Ziele aus den Unterstützungs- und Fördermassnahmen für Schülerinnen und Schüler mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen übernehmen. Es soll aufgezeigt werden, ob durch die Reduktion der Anzahl Lehrpersonen der Aufwand für Koordination und Absprachen verringert und die Lernbeziehung zwischen Lehrperson und Schülerinnen und Schülern verstärkt werden kann.

Die veränderte Organisation muss weiterhin eine hohe Qualität des Bildungsangebots für alle Schülerinnen und Schüler gewährleisten. Die Regelklassenlehrpersonen werden dazu von den sonderpädagogischen Fachpersonen vor Ort beraten und unterstützt.

Der Schulversuch wird in drei Etappen durchgeführt. Die erste Staffel startete im Sommer 2013, die zweite im Sommer 2014 und die dritte im Sommer 2015. Der Schulversuch endet mit dem Schuljahr 2018/19.

Rahmenbedingungen und Grundlagen

Regierungsratsbeschluss zur Durchführung des Schulversuchs

Am 19. Dezember 2012 hat der Regierungsrat beschlossen, einen freiwilligen Schulversuch durchzuführen.