Zürcher Lehrplan 21

Vernehmlassung zum Zürcher Lehrplan 21 gestartet

Der Lehrplan 21 ist ein Gemeinschaftswerk der 21 deutsch- und mehrsprachigen Kantone. Um abzuklären, welche Anpassungen und Ergänzungen für die Einführung des Lehrplans im Kanton Zürich notwendig sind, hat das Volksschulamt Ende 2014 eine Projektorganisation aufgebaut, in der schulnahe Verbände und Institutionen mitwirken. Im Rahmen von Teilprojekten wurden relevante Punkte geklärt und eine Lektionentafel für den Kanton Zürich erarbeitet. Damit ist ein wichtiges Etappenziel erreicht. 

Von April bis September 2016 gibt der Bildungsrat den Lehrplan für die Volksschule des Kantons Zürich, der auf der Grundlage des Lehrplans 21 ausgearbeitet wurde, mit Lektionentafel in eine Vernehmlassung. Mit der Vernehmlassung will der Bildungsrat die Stellungnahmen der Partner des Schulfelds, der politischen Parteien sowie weiterer Organisationen einholen und den Lehrplan im Kanton Zürich breit verankern. Ausgehend von den Ergebnissen der Vernehmlassung beschliesst der Bildungsrat im Herbst 2016, welche Anpassungen notwendig sind.

Kontakt / Briefkasten

Haben Sie eine Frage? Wir sind gerne für Sie da. Sie finden unsere Koordinaten unter der Rubrik "Kontakt".

Organisationen oder Personen, die sich zum Lehrplan bzw. zur Vernehmlassung äussern möchten und nicht zu den offiziellen Adressaten gehören, können ihre Beiträge über den elektronischen Briefkasten einbringen (klicken Sie hier). Eingaben sind bis zum 9. September 2016 möglich. Die Beiträge im Briefkasten dienen der Meinungsbildung der Bildungsdirektion und werden dem Bildungsrat zur Kenntnis gebracht. Das Volksschulamt kann jedoch nicht auf alle Rückmeldungen und Fragen einzeln reagieren.

Kompetenzen im Lehrplan 21

Der Lehrplan 21 beschreibt die Lernziele kompetenzorientiert. Er definiert, was alle Schülerinnen und Schüler wissen und können sollen. Er zeigt auf, wie die einzelnen Kompetenzen über die ganze Volksschulzeit aufgebaut werden, legt Grundansprüche fest und formuliert weiterführende Kompetenzstufen. Die Grundansprüche in den Fachbereichen Mathematik, Fremdsprachen, Schulsprache und Naturwissenschaften orientieren sich an den nationalen Bildungsstandards (Grundkompetenzen).

Dem Lehrplan 21 liegt das Verständnis zugrunde, dass kompetenzorientiertes Lehren und Lernen die Aspekte Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, Haltungen und Einstellungen verbindet. Demnach ist die Kompetenz als Zusammenspiel von Wissen, Können und Wollen zu verstehen.

Eine Broschüre des Volksschulamts leistet im Vorfeld der Einführung des Lehrplans 21 einen Beitrag zu einem gemeinsamen Verständnis von kompetenzorientiertem Unterrichten unter den Beteiligten des Bildungswesens.

Bekanntes und Neues mit dem Lehrplan 21

Die mit der Kompetenzorientierung verbundenen Veränderungen schliessen an Entwicklungen an, die an Schulen bereits heute stattfinden und in der Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen seit Längerem vermittelt werden. Kompetenzorientierter Unterricht orientiert sich an den Merkmalen eines guten Unterrichts und baut auf der lokalen Entwicklung der Schulen auf.

Neuere Lehrmittel, insbesondere in Deutsch und Mathematik, sind bereits weitgehend auf den Lehrplan 21 abgestimmt. In den übrigen Fachbereichen werden Lehrmittel passend überarbeitet oder neu entwickelt. Zu den Vorteilen des Lehrplans 21 gehört, dass sich Lehrmittel und Instrumente zur Standortbestimmung und Förderung auf ihn beziehen.