Zürcher Lehrplan 21

Ergebnisse der Auswertung liegen vor

Von April bis September 2016 hat der Bildungsrat den Lehrplan für die Volksschule des Kantons Zürich, der auf der Grundlage des Lehrplans 21 ausgearbeitet wurde, mit Lektionentafel in eine Vernehmlassung gegeben. Es sind 131 Stellungnahmen eingegangen. Die Ergebnisse der Auswertung sind im Auswertungsbericht dargestellt. Ausgehend von den Ergebnissen der Auswertung beschliesst der Bildungsrat im Dezember 2016 über das weitere Vorgehen. Den definitiven Zürcher Lehrplan 21 wird der Bildungsrat im Frühling 2017 erlassen.

Die angestrebte Harmonisierung erreichen

Der Lehrplan 21 ist ein Gemeinschaftswerk der 21 deutsch-
und mehrsprachigen Kantone. Die Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz hat die Lehrplanvorlage Ende Oktober 2014 freigegeben. Sie soll für den Kanton Zürich soweit als möglich übernommen werden. So kann gewährleistet werden, dass die mit dem Lehrplan 21 angestrebte Harmonisierung der Bildungsziele erreicht wird.

Gewisse Themen wurden in der interkantonalen Zusammenarbeit ausgeklammert. Zudem gibt es im Kanton Zürich einzelne rechtliche Vorgaben und Rahmenbedingungen, die im Lehrplan ergänzt werden müssen. Die notwendigen Anpassungen und Ergänzungen wurden in Zusammenarbeit mit schulnahen Verbänden und Institutionen erarbeitet. Umfassende Informationen zu den kantonalen Anpassungen und Ergänzungen sowie zur Lektionentafel, die Gegenstand der Vernehmlassung war, sind in den Vernehmlassungsunterlagen zu finden. Sie finden diese auf dieser Seite ganz unten.

Kompetenzen im Lehrplan 21

Der Lehrplan 21 beschreibt die Lernziele kompetenzorientiert. Er definiert, was alle Schülerinnen und Schüler wissen und können sollen. Er zeigt auf, wie die einzelnen Kompetenzen über die ganze Volksschulzeit aufgebaut werden, legt Grundansprüche fest und formuliert weiterführende Kompetenzstufen. Die Grundansprüche in den Fachbereichen Mathematik, Fremdsprachen, Schulsprache und Naturwissenschaften orientieren sich an den nationalen Bildungsstandards (Grundkompetenzen).Dem Lehrplan 21 liegt das Verständnis zugrunde, dass kompetenzorientiertes Lehren und Lernen die Aspekte Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, Haltungen und Einstellungen verbindet. Demnach ist die Kompetenz als Zusammenspiel von Wissen, Können und Wollen zu verstehen.Eine Broschüre des Volksschulamts leistet im Vorfeld der Einführung des Lehrplans 21 einen Beitrag zu einem gemeinsamen Verständnis von kompetenzorientiertem Unterrichten unter den Beteiligten des Bildungswesens.

Bekanntes und Neues mit dem Lehrplan 21

Die mit der Kompetenzorientierung verbundenen Veränderungen schliessen an Entwicklungen an, die an Schulen bereits heute stattfinden und in der Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen seit Längerem vermittelt werden. Kompetenzorientierter Unterricht orientiert sich an den Merkmalen eines guten Unterrichts und baut auf der lokalen Entwicklung der Schulen auf.

Neuere Lehrmittel, insbesondere in Deutsch und Mathematik, sind bereits weitgehend auf den Lehrplan 21 abgestimmt. In den übrigen Fachbereichen werden Lehrmittel passend überarbeitet oder neu entwickelt. Zu den Vorteilen des Lehrplans 21 gehört, dass sich Lehrmittel und Instrumente zur Standortbestimmung und Förderung auf ihn beziehen.