Neu Zugezogene

Informationen für Eltern

Eltern von neu zugezogenen fremdsprachigen Kindern und Jugendlichen können sich ausführlich über die Schule orientieren:

  • Übersetzte Informationsblätter zum Schulwesen finden sich unter  "International" (Translations)
  • Eine DVD orientiert in 11 Sprachen über "Die Volksschule im Kanton Zürich".
  • Die Broschüre  "Die Volksschule im Kanton Zürich" wurde in sieben Sprachen übersetzt.

Aufnahme und Einschulung von neu zugezogenen Kindern und Jugendlichen

Alle schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen mit faktischem Wohnsitz in einer Zürcher Gemeinde werden ab Aufenthaltsbeginn in die Schule aufgenommen, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus. Dazu zählen auch Kinder und Jugendliche aus Familien von Fahrenden.

Bei der Einschulung von neu zugezogenen fremdsprachigen Kindern und Jugendlichen stellt sich insbesondere die Frage des Deutschlernens. Informationen zu DaZ (Deutsch als Zweitsprache) finden Sie unter folgendem Link:

Leitfaden zur Einschulung

Der Leitfaden behandelt das Eintrittsverfahren für neu zugezogene Kinder und Jugendliche, die keine oder wenige Deutschkenntnisse haben. Er soll Lehrpersonen, Schulleitungen und Schulbehörden dabei unterstützen, auf lokale Verhältnisse zugeschnittene Verfahren anzuwenden.

Hinweise für das Erstgespräch mit den Eltern: Nach erfolgter Anmeldung von neu zugezogenen Kindern und Jugendlichen bei der Schulbehörde findet ein Erstgespräch in der Schule statt. Damit beginnt die Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern. Ein Grundstein für den Aufbau von Vertrauen zwischen den Beteiligten wird gelegt. Je nach Situation stehen unterschiedliche Themen im Vordergrund und oft ist dazu ein interkulturelles Dolmetschen notwendig.
Idealerweise wird das Gespräch auf der Grundlage eines Gesprächsbogens geführt, der vom ganzen Schulteam benutzt wird. Die hier publizierten Hinweise können für die Erstellung dieses Gesprächsbogens dienen.

Musterformular zum Erstgespräch mit den Eltern: Das Formular basiert auf den "Hinweisen für das Erstgespräch mit Eltern" und kann als Vorlage für die Aktennotiz genutzt werden.

Formen der Einschulung

Einschulung in die Regelklasse: Kinder und Jugendliche, die keine oder wenige Deutschkenntnisse haben, werden direkt in eine Regelklasse eingeschult und besuchen zusätzlich den DaZ-Anfangsunterricht.

  • Die Regelklassen-Lehrperson unterstützt das Kind darin, sich sozial zu integrieren und allmählich den Unterrichtsstoff der Klasse aufzuarbeiten. 
  • Gleichzeitig ist die systematische und intensive Einführung in die deutsche Sprache durch den zusätzlichen intensiven DaZ-Anfangsunterricht (täglich mindestens eine Stunde, in der Regel während einem Jahr) unabdingbar.
     

Einschulung in eine Aufnahmeklasse: Dieses Modell eignet sich nur für Schulen mit vielen neu zugezogenen fremdsprachigen Kindern oder Jugendlichen. In der Aufnahmeklasse werden die Schülerinnen und Schüler in das Schulsystem eingeführt. Sie lernen intensiv die deutsche Sprache, werden in allen Fächern unterrichtet und auf den Übertritt in die Regelklasse vorbereitet. Aufnahmeklassen sind für Schülerinnen und Schüler ab der 2. Primarklasse zulässig.

Kinder und Jugendliche, die teilzeitlich einer Aufnahmeklasse zugeteilt sind, besuchen in der übrigen Unterrichtszeit eine Regelklasse. Spätestens nach zwei Jahren treten sie gänzlich in die Regelklasse über und besuchen zusätzlich den DaZ-Aufbauunterricht. In einer vollzeitlichen Aufnahmeklasse sollen die Schülerinnen und Schüler in der Regel nicht länger als ein Jahr verbleiben.

Schulung von 15- bis 21-jährigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Wenn junge Menschen in diesen Altersgruppen zuziehen, gibt es verschiedene Varianten:

  • Schulpflichtige bis zum vollendeten 16. Altersjahr werden in die Sekundarschule aufgenommen. Wo es Aufnahmeklassen der Sekundarstufe gibt, können auch 17-jährige noch aufgenommen werden.
    --> Auskunft: Schulpflege der Wohngemeinde.
  • Für nicht mehr Schulpflichtige bieten einige Berufswahlschulen und Privatschulen "Vorkurse" und "Integrationsprogramme" für Deutsch-Anfänger und -Anfängerinnen an.
    --> Auskunft: Mittelschul- und Berufsbildungsamt
    Spät zugezogene Jugendliche ab 16 Jahren
  • Integrationsorientierte Berufsvorbereitungsjahre dienen der Vorbereitung auf eine Berufslehre. Die Kurse sind an Berufswahlschulen zu finden.
    --> Auskunft: Mittelschul- und Berufsbildungsamt 
    www.mba.zh.ch/brückenangebote 
    Broschüre