Schulärztlicher Dienst

Schulen und Schulbehörden

Schulausschluss bei übertragbaren Krankheiten

Bei Ausbruch von übertragbaren Krankheiten an Schulen ist eine gute Zusammenarbeit zwischen der Schule und der zuständigen Schulärztin / dem zuständigen Schularzt wichtig.

HIV-Prävention

Angesichts der Tatsache, dass die Anzahl HIV-infizierter Personen in der Bevölkerung wieder ansteigt, die Aidserkrankung auch 20 Jahre nach ihrer Entdeckung immer noch nicht heilbar ist und die Entwicklung eines Impfstoffes noch keine erfolgversprechenden Resultate liefern konnte, muss die Prävention konsequent weitergeführt werden.

Im Bereich Volksschule wurde die Notwendigkeit einer systematischen HIV/AIDS-Aufklärung im Kanton Zürich bereits in den 80-er Jahren erkannt. Mit einem Erziehungsratsbeschluss wurde die HIV/AIDS-Prävention im Jahr 1988 zum verpflichtenden Lehrinhalt und ist seither Bestandteil des kantonalen Lehrplans der Volksschule.

Es ist unbestritten, dass die Volksschule der Ort ist, an dem HIV/AIDS-Prävention systematisch durchgeführt werden muss. Im Alter von 15 Jahren haben in der Schweiz 20,6 % der Mädchen und 25,1 % der Jungen bereits Geschlechtsverkehr; die Zahlen im Kanton Zürich liegen noch etwas höher. Bis zu diesem Zeitpunkt sollte jede Schülerin, jeder Schüler ausführlich über das Thema HIV/AIDS informiert sein. Wie eine neue Untersuchung im Kanton Zürich zeigt, haben bis zu 40 % der Schülerinnen und Schüler am Ende der Volksschulzeit einen ungenügenden Wissensstand über HIV/AIDS.

Wir sind deshalb gefordert, die HIV/AIDS-Prävention an der Volksschule des Kantons Zürich zu verbessern.

Wir bitten die Schulpflegen, sich zu orientieren, wie die HIV/AIDS-Prävention an ihrer Schule durchgeführt wird und laden sie höflich ein, Kontakt mit der Schulärztin/dem Schularzt aufzunehmen.