Gesundheit & Unterricht

Planungshilfen für den Unterricht und weitere Angebote

Zur Unterstützung der Lehrpersonen für die Planung und Umsetzung von lehrplanbasierter Gesundheitsförderung und Prävention im Unterricht stehen Planungshilfen zur Verfügung. Sie liegen in stufenspezifischen Varianten für Kindergarten-, Unter-, Mittel- sowie Sekundarstufe vor und berücksichtigen die Themen Bewegung und Entspannung, Ernährung, Suchtprävention, Sexuelle Gesundheit und Sexualerziehung (Mittel- und Sekundarstufe), Gewaltprävention und Psychosoziale Gesundheit.

Im Hinblick auf koordinative Aufgaben und übergeordnete Schulentwicklungsprozesse in Richtung einer „gesundheitsfördernden Schule“ als ganzer steht zudem für Schulleitungen eine separate Planungshilfe zur Verfügung.

Kantonales Netzwerk Gesundheitsfördernder Schulen

Schulen, die der Gesundheitsförderung in ihrer Schulentwicklung eine Priorität einräumen, haben sich als Teil des Schweizerischen Netzwerks Gesundheitsfördernder Schulen zum Kantonalen Netzwerk Gesundheitsfördernder Schulen zusammengeschlossen.
„Gesundheitsfördernde Schulen“ sind nicht a priori „gesunde Schulen“, sie haben sich jedoch dazu verpflichtet, die Gesundheitsförderung im Schulleben strukturell zu verankern und explizit im Schulprogramm festzuschreiben. Es sind Schulen, die von ihren konkreten Gegebenheiten und ihren spezifischen Problemen und Anliegen ausgehen und die bereit sind, sich auf einen Entwicklungsprozess einzulassen. Unter Mitwirkung aller Beteiligten gestalten sie ihre „Lebenswelt" so, dass die Schule ein Ort ist wo:

  • Gesundheit gefördert wird
  • persönliche Gesundheitspotenziale aller Beteiligten entwickelt werden
  • gemeinschaftliche Problemlösungskapazitäten gefördert werden
  • Gesundheitsrisiken thematisiert und eliminiert werden
  • sich alle Beteiligten wohl fühlen und gute Leistungen erbringen können.

Das Kantonale Netzwerk Gesundheitsfördernder Schulen wird vom Fachbereich Gesundheitsförderung und Prävention der Pädagogischen Hochschule Zürich in Zusammenarbeit mit den Regionalen Suchtpräventionsstellen des Kantons Zürich (RSPS) koordiniert und geleitet.

"Leichter leben - Gesundes Körpergewicht im Kanton Zürich"

Übergewicht nimmt bei der Zürcher Bevölkerung zu

Mangelnde Bewegung und falsche Ernährung sind Hauptursachen dafür. Der Regierungsrat will dieser Entwicklung mit dem kantonalen Aktionsprogramm «Leichter leben – Gesundes Körpergewicht im Kanton Zürich» entgegentreten. Verschiedene Projekte sollen zu vermehrter Bewegung und ausgewogener Ernährung motivieren. Sie richten sich an alle Altersgruppen und werden in erster Linie in den Familien, Schulen, Gemeinden sowie in Forschung und Lehre umgesetzt.

Kinder und Jugendliche als besonders wichtige Gruppe
Aus verschiedenen Gründen stellen Kinder und Jugendliche eine besonders wichtige Zielgruppe dar:

  • Bereits jedes fünfte Kind ist heute beim Eintritt in den Kindergarten von Übergewicht betroffen und jedes zwanzigste ist fettleibig (Untersuchungsergebnisse des Schulärztlichen Dienstes der Stadt Zürich).  
  • Jedes fünfte Kind weist beim Schuleintritt motorische Defizite auf (Studie der ETH)
  • Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten werden im frühen Kindesalter nachhaltig geprägt.  
  • Verhaltensänderungen im Erwachsenenalter sind in diesem Bereich sehr viel schwieriger zu erreichen.
  • Die Förderung des natürlichen Bewegungsdrangs der Kinder ist nicht nur aus medizinischer Sicht von Vorteil, sondern verbessert auch die Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen.

Zusammenarbeit Schule und Elternhaus
Das Bewegungs- und Ernährungsverhalten von Kindern und Jugendlichen kann von den Schulen wohl positiv beeinflusst werden, entscheidend ist jedoch das Verhalten der Eltern. Es ist daher unerlässlich, dass Schule und Eltern in dieser Frage zusammenarbeiten.

 

Stopp Gewalt an Schulen

Wie können Lehrpersonen und Eltern Gewalt unter Kindern und Jugendlichen wirksam begegnen? Antworten und Unterstützungsangebote zu dieser Frage bietet die Bildungsdirektion auf der Internetplattform www.stopp-gewalt.zh.ch