Soll-ist-Vergleich

Grundsätze

Sämtliche Lehrpersonen, die Lektionen aus der Lektionentafel des Lehrplans unterrichten, werden kantonal angestellt. Ein Teil der VZE, die für die Führung der Klassen oder für das Pensum der Schulleitung eingesetzt werden, ist eine kommunale Ressource.

  • Wahlfächer an den 3. Klassen der Sekundarstufe 
  • Wahlpflichtfächer an den 3. Klassen der Sekundarstufe (ausgenommen: Fremdsprachenunterricht)
  • Projektunterricht an den 3. Klassen der Sekundarstufe
  • Freifächer Sekundarstufe (1. Klasse: Handarbeit; 2. Klasse: Hauswirtschaft)
  • Religion und Kultur auf der Mittelstufe (1 Wochenlektion je Klasse)
  • Schwimmlehrperson (in der Regel zusätzliche Lehrperson aus Sicherheitsüberlegungen)
  • Zusätzlicher Lektionenbedarf bei Lehrpersonen mit altersbedingte Pensenreduktion (2 Wochenlektionen bei Vollpensum, anteilmässig bei Teilpensum)
  • Kommunale Erweiterung des Schulleitungspensums
  • Koordination Sekundarstufe
  • Weitere, durch das Volksschulamt bewilligte Entlastungen (z.B. Informatiksupport, Betreuung im Rahmen der Tagesschule)
  • Umlagerung von nicht benötigten Therapielektionen in Integrative Förderung (IF)
  • Integrierte Sonderschulung in der Verantwortung der Regelschule (ISR)
    - Unterrichtslektionen in schulischer Heilpädagogik  
    - Zusätzliche Unterrichtslektionen für Teamteaching oder Halbklassenunterricht
    - Ganzjährige bezahlte Entlastungen von Klassenlehrpersonen
    - Ganzjährige bezahlte Entlastungen von schulischen Heilpädagoginnen und -pädagogen
    - Erweiterung des Schulleitungspensums

Der Kanton entlöhnt demnach innerhalb der kantonalen  Anstellungen auch Pensen, deren Finanzierung vollumfänglich durch die Gemeinde erfolgen müsste (ggf. werden diese auf
anderem Weg subventioniert). In diesem Fall richtet der Kanton zwar den Lohn an die Lehrperson und die Schulleiterin oder den Schulleiter aus, verrechnet der Gemeinde aber die gesamten Kosten.

Modell

Das Verrechnungs-Modell basiert auf einer Gesamtbetrachtung der Stellensituation in einer Schulgemeinde. Der Soll-Stellenplan wird jeweils durch den Kanton bewilligt und der Schulpflege mit Verfügung im Detail bekannt gegeben (Stellenpläne auf Schulhausebene). Diese Informationen werden im Personalmanagement und Lohnadministrationssystem (PULS) geführt. Im gleichen IT-System sind ebenfalls die kantonalen Anstellungen der Volksschullehrpersonen sowie Schulleiterinnen und Schulleiter erfasst. Bei der Erstellung jeder monatlichen Gemeinderechnung werden nun die bewilligten Vollzeiteinheiten und die durch Anstellungen von Lehrpersonen, Schulleiterinnen und Schulleitern besetzten Vollzeiteinheiten miteinander verglichen. Bei einer Abweichung erfolgt ein Ausgleich. Die Berechnung des finanziellen Ausgleichs erfolgt auf der durchschnittlichen Lohnsumme der Gemeinde. Nachträgliche Korrekturen des Soll-Stellenplans oder des Anstellungsumfanges werden im Folgemonat korrigiert (Korrektur Vormonate).

Keinen Einfluss auf die bewilligten Vollzeiteinheiten haben die kommunalen Stellen für Wahlfächer, Wahlpflichtfächer (ausgenommen Fremdsprachen), Freifächer und Kurse, die kommunale Erweiterung der Schulleitung, die VZE Koordination Sekundarstufe, der zusätzliche Lektionenbedarf aufgrund der altersbedingten Pensenreduktion von Lehrpersonen und die Ressourcen Integrierte Sonderschulung sowie die VZE Therapien (sowie die Umwandlung von Therapien in Integrative Förderung), die Ressourcen DaZ-Aufnahmeunterricht, die Ressourcen Begabtenförderung sowie die Ressourcen Aufgabenstunden und weitergehende Tagesstrukturen.
Keinen Einfluss auf die besetzten Vollzeiteinheiten haben Vikariate, die als Stellvertretung für eine abwesende Lehrperson, Schulleiterin oder einen abwesenden Schulleiter eingerichtet wurden, und Schulleitungs-Aushilfen sowie Nachzahlungen und Anstellungsverlängerungen (anstelle der Abfindung).

Soll-Stellenplan wird überschritten

Dies ist der Regelfall: Die kantonalen Anstellungen (Ist-Stellenplan) überschreiten den Soll-Stellenplan. Die Rechnungsstellung erfolgt mit der monatlichen Gemeinderechnung.
Der zu 100 % an die Gemeinde verrechnete Anteil wird wie folgt ermittelt:
(Besetzte VZE – Bewilligte VZE) / Besetzte VZE * 100% 

Soll-Stellenplan wird unterschritten

Dieser Fall ist aktuell nur noch theoretischer Natur: Wird der Soll-Stellenplan unterschritten, bedeutet dies, dass die Schulpflege mit kommunal entschädigten Mehrlektionen die bewilligten kantonalen Stellen ergänzt. Mehrlektionen sind Lektionen, die das Vollpensum einer Lehrperson übersteigen. Dadurch hat die Gemeinde einen Staatsbeitrag zu gute. Dieser wird auf der Einzelfaktura der monatlichen Gemeinderechnung separat ausgewiesen und gutgeschrieben.
Die Gutschrift für den Staatsanteil wird wie folgt ermittelt:
(Bewilligte VZE – Besetzte VZE) / Besetzte VZE * 100%