Besondere Schulen (Kunst- und Sportschulen)

Kunst- und Sportschule Zürich

Die Kunst- und Sportschulen bieten ausgewiesenen Talenten aus den Bereichen Sport, Musik oder Tanz mit einem hohen Trainingsaufwand die Möglichkeit, die sportliche oder musische Karriere mit der schulischen Bildung auf der Sekundarstufe zu kombinieren. Die Schulen sorgen für eine Organisation, ein Umfeld und Klima, welches die Leistungsfähigkeit und -bereitschaft der Talente fördert.

Angebot

Bisher wurden zwei Besondere Schulen und eine Talentklasse auf der Sekundarstufe mit einer beschränkten Zahl an Ausbildungsplätzen bewilligt:

Aufnahme

Die Schulen nehmen die Schülerinnen und Schüler nach Abschluss der Primar- oder aus der Sekundarstufe auf. Die Talente müssen von der bisherigen Lehrperson zur Aufnahme empfohlen werden und den Nachweis der besonderen Begabung und der Leistungsfähigkeit der für die ausserschulische Förderung verantwortlichen Institutionen erbringen. Eine Kommission entscheidet über eine Aufnahme.

Schulorganisation und Schulbetrieb

Besondere Schulen können in einem vermehrten Masse auf Trainings oder Proben Rücksicht nehmen. Ermöglicht wird dies durch eine flexible Unterrichtsorganisation mit einer modifizierten Lektionentafel. Der Unterricht kann in Form von Blockunterricht, Lernateliers und Wahlfächern stattfinden.

Für die Schülerinnen und Schüler gelten die Lernziele des kantonalen Lehrplans. Die Besonderen Schulen müssen sowohl den Anschluss an weiterführende Schulen und an die Berufsausbildung als auch den allfälligen Übertritt in Klassen der Regelschulen sicherstellen.

Dispensation

Auf der Grundlage von § 29 der Volksschulverordnung können die Besonderen Schulen Dispensationen und Urlaube für ausserschulische Aktivitäten grosszügig gewähren.

Schulgeld

Die Trägergemeinden der Besonderen Schulen verlangen in der Regel ein Schulgeld. Bei der Höhe haben sie sich nach dem Regionalen Schulabkommen über die gegenseitige Aufnahme von Auszubildenden sowie nach der Interkantonalen Vereinbarung für Schulen mit spezifisch strukturierten Angeboten für Hochbegabte zu richten.

Mit der vom Kantonsrat beschlossenen Änderung des Volksschulgesetzes wird eine für alle Gemeinden geltende und somit einheitliche Regelung der Schulgeldzahlungen sichergestellt. Ab 1. August 2015 sind die Wohnortsgemeinden verpflichtet, das Schulgeld für die Talente zu übernehmen.